Mein Zimmer (meine 'Gefängniszelle' wie sie Silvia netterweise für mich beschrieben hat...) muss natürlich auch noch etwas 'gezelliger' werden, deshalb hab ich mich am Mittwoch in die gefährlichen Vororte von Amsterdam ge
wagt (naja, so gefährlich sind sie bestimmt nicht, aber schön ganz bestimmt nicht!). Ging mit der Metro, als ich (bisher zum ersten Mal) die Treppe in die Tiefen der Metro-Unterwelt hinabstieg, den schäbigen alten Zug heranfahren sah und den ach so bekannten säuerlichen Geruch einatmete, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, wirklich in einer Grossstadt wie London oder Paris zu sein, witzig eigentlich. Naja, hab dann mit Erstaunen festgestellt, dass die Metro nach einer Weile plötzlich zu einem überirdischen 'Zug' wurde - darf die das überhaupt? Ist nicht die Essenz der Metro dass sie UNTER der Erde ist? Sonst könnte es ja gerade so gut 'zug' oder 'trein' heissen?! Tja, dass sind so die unergründlichen Fragen, denen man in einer anderen Kultur entgegen kommt. Hab dann nach einigem Suchen die IKEA gefunden. Schon witzig was die Globalisierung für Auswirkungen auf das menschliche Leben hat; da ist man in einer völlig fremden Stadt, geht in einen Laden aus einem völlig anderen Land (Schweden) und fühlt sich wie zuHause?! Man weiss wie's läuft, wo man was findet, wie die Hot Dogs schmecken und die schwedischen Produktenamen scheinen einem plötzlich bereits ein Teil der eigenen Muttersprache zu sein :-) Hab mich auf jeden fall eingedeckt und fühl mich schon ein wenig wohler bei mir.
So, das war jetzt also wieder mal ein etwas längerer Bericht. Hoffe irgendjemand hat ihn überhaupt zu Ende gelesen :-)
Natürlich gibt's auch wieder mal ein paar Fotos, enjoy!

