Samstag, 2. Februar 2008

Amsterdam adé! Doch das war nur der Anfang...

Liebe Leute,
Ja es ist wahr, ich bin wieder im schönen Schweizerländli und das schon seit fast einer Woche. Amsterdam und mein dortiges Leben habe ich (vorerst) hinter mir gelassen und bin gespannt auf die Abenteuer, die ich hier erleben werde. Es waren turbulente, intensive, spannende und wunderschöne letzte Tage und Wochen die ich in meiner neuen Heimat verbringen durfte. Trotz knappem Zeitplan meldete sich spontan noch Besuch aus der Schweiz an und so machte ich zusammen mit meiner jetztigen Mitbewohnerin - Miri Oettli - buchstäblich Amsteram unsicher! Und wenn ich sage unsicher, dann meine ich das auch so, denn mit Miri wartet immer irgendwo ein Abenteuer auf einem, wenn man nur lange genug wartet :-) Nun, so lange hatten wir eigentlich nicht Zeit, denn sie kam nur kurz vorbei, aber nicht zu kurz für eine geballte Ladung Amsterdam intensiv. Natürlich durfte auch ein Einkaufsbummel, Tulpenkauf und ein Fotoshooting mit ihrer super Kamera nicht fehlen. Dabei überraschte uns der unberechenbare holländische Wind und blies kurzerhand die sorgfältig für das Shooting zurechtgelegten Tulpen in die nächste Gracht...! Doch so schnell gaben wir nicht auf und auch der Wind zeigte sich versöhnlich, denn er blies die verwehten Blümchen direkt ans Ufer, wo wir 'nur' noch schnell auf ein Boot stehen mussten, uns gaaaanz tief runterbücken und die armen Dinger aus der grässlichen Kloake, genannt Grachten, fischen mussten - ein Kinderspiel! Ausfühliche fotographische Dokumentationen dieses Ereignisses will ich euch, treue Blogbesucher, natürlich nicht vorenthalten (siehe Album 'Letzte Tage in Amsterdam'). Miri hat ausserdem auch ein paar von meinen holländischen Freunden getroffen, was ich natürlich auch ganz fein fand, so kommen meine zwei Welten immer wieder mal zusammen.
In den letzten paar Wochen durfte ich noch einige neue Leute kennenlernen, was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Das genoss ich sehr und freute mich über die Bereicherung, die sie meinem Leben brachten (tönt sehr kitschig, war aber so). Auch die Gemeinschaft mit meinen 'alten' Amsterdammer Freunden war sehr schön. Ich versuchte das Zusammensein mit ihnen trotz des kurz bevorstehenden Abschieds noch voll und ganz zu geniessen und möglichst viel zu unternehmen - ein paar Eindrücke davon gibt's wie immer in den Fotoalben.
Letzten Freitag meldeten sich vier verrückte Ladies bei mir, die dank GPS und Gottes Führung den langen Weg in die 'Lagen Landen' gefunden hatten - ein kleines Wunder in Anbetracht früherer Erlebnissen... Moni, Naemi, Debbie und mein Schwesterherz Rebi hatten die weite Reise auf sich genommen um mich nach Hause zu eskortieren - was für ein RIESEN Geschenk! Ich war so unglaublich froh und glücklich, sie während diesen Tagen bei mir zu haben und mit ihnen zurück reisen zu können! Es machte den Abschied um einiges leichter. Kurze Nächte, viel Gelächter und spannende Berichte hielten uns alle auf Trab. Ein Grund für die viele Aufregung war unter anderem die bevorstehende Begegnung mit DEM holländischen Jungen, auf den sie alle vier schon so unglaublich gespannt waren :-) Ja, wie einige von euch bereits wissen (und wie andere vorausgesagt hatten) - Amors Pfeil hat mich in Amsterdam direkt getroffen und verwandelte die graue Grachtenstadt in ein rosarotes Märchenland ;-) Alles is liefde, was soll ich mehr sagen?! (Ausführleriche Informationen gibt's bei mir persönlich...). Die Zusammenkunft verlief wunderbar und nach anfänglichen Sprachverwirrungen (soll man nun Englisch, Deutsch, Holländisch oder CH-Deutsch reden und was mit WEM?!), leckerer Pizza und interkulturellem Austausch ging's schon bald richtung Heimat. Vor der Abfahrt stellten wir alle noch unsere Putz-und Einpackkünste unter Beweis und schafften es so sogar nebst all meinem Plunder noch die Einkäufe von uns allen ins Auto zu quetschen. Los ging's! Auf eine 'gezellige', musikalische Autofahrt mit unaufhörlicher Süssigkeiten, Chips-und-allerlei-ungesundes-Essen-ausprobier-Party (man tut was man kann um sich das Leben zu versüssen). Und nun sind wir wieder hier. Ich lebe mich laaaaangsam ein - brauch doch etwas mehr Zeit als ich dachte.

Was mit meinem MIRJAMSTERDAM-Blog geschieht weiss ich noch nicht wirklich, aber vielleicht werde ich ihn nach einigen Mutationen in etwas anderer Form (und ev. auch noch in English) weiterführen - wir werden sehen. Vorerst freue ich mich aber auf eure zahlreichen Gästebuch Einträge (damit ich sehe ob und wer denn überhaupt all mein Zeug hier liest) und wünsche euch eine schöne Zeit!
Vielen Dank für eure Treue! :-) Ich hoffe mein Internetauftritt hat euch einen kleinen Einblick in mein Amsterdammer Leben gegeben und im einen oder anderen auch das Fernweh geweckt...! Rückblickend kann ich solch einen Auslandaufenhalt, solch ein Abenteuer nur empfehlen - definitiv eine lohnende Horizonterweiterung!
Tot ziens, lieve mensen!
groetjes,
Mirj

Donnerstag, 10. Januar 2008

Wie die Zeit vergeht...




Die Zeit fliegt vorbei wie im Nu. Eben noch war ich gemütlich am 'schaatsen' mit Freunden im weihnachtlichen Amsterdam und schon bin ich wieder zurück mit vielen tollen, aufregenden Erinnerungen im Gepäck. Wie gesagt, viel ist passiert seit meinem letzten Eintrag und ich durfte viele neue spannende Dinge sehen und erleben. Aber alles der Reihe nach...
Kurz nach dem Besuch von Paps und Bea durfte ich wieder ein Stück Heimatsgefühl erleben, nämlich in Nijmegen, einer Stadt im Südosten der Niederlande, direkt an der deutschen Grenze. Dort hat es nämlich - man sehe und staune - HÜGEL :-) Naja, also 'Erderhebungen' eher, aber nein, ich muss sagen, ich war positiv überrascht zu sehen, dass doch nicht das ganze Land topfeben ist. War auch toll mal noch was anderes vom Land zu sehen als nur Amsterdam und die unmittelbare Umgebung. In den folgenden Wochen durfte ich viele tolle Dinge mit Freunden unternehmen, Schokofonue und gemütliches Plaudern mit Nora, Tanzvorstellung von Claudi und die super Aussicht vom Dach ihrer Schule, unzählige Kaffeklatschs und gezellige Abende mit Freunden und und und. Am Abend vor der Abreise gingen wir noch mit ein paar Leuten 'schaatsen' also schlittschuhlaufen. Das war witzig, va. weil ich in den doofen Schuhen überhaupt nicht vorwärts kam, aber mit etwas lustiger Weihnachtsmusik im Hintergrund ist alles gleich viel einfacher. Mit dem Zug ging's dann ab in die Schweiz. Ich genoss es sehr einmal so zu reisen, ohne den ganzen check-in und Flughafen Stress. War sehr gemütlich, mach ich wieder.

Ich freute mich sehr wieder in der Schweiz zu sein und genoss es Freunde und Familie wieder zu sehen. Es fühlte sich irgendwie so an als wäre ich gar nie weggewesen und trotzdem hatte ich irgendwo in ner andern Stadt so viel erlebt. Manchmal erschien mir meine Amsterdamzeit dann wie ein Traum. Nach viel Festerei und turbulenten Tagen freute ich mich wieder sehr darauf, nochmals zurück zu gehen und die letzte Zeit hier zu geniessen. Zuerst ging's nach Köln, respektive in ein kleines Kaff ausserhalb von Köln. Dort traf ich mich mit meinen 'homies' und anderen Leute aus der Gemeinde zu einer Konferenz. Es war sehr schön in Hohegrete, sehr entspannend und viel frische Luft, genau was ich brauchte.
Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich war, als ich wieder in Amsterdam war. Es fühlte sich an, wie nach Hause kommen... Seltsam irgendwie. Wie auch immer, ich bin jetzt hier und geniesse meine letzten zwei (oh Hilfe!) Wochen noch in vollen Zügen.